Kulturbeutel: Nandu Kriesche bei der Biennale am Main 2026

Der persönliche Blick“ ist ein interdisziplinäres Ausstellungsprojekt, das vier Orte im Rhein-Main Gebiet künstlerisch miteinander verbindet.
In Nandu Kriesches Bildern spielen oft unmögliche Räume mit Bezug einer Lichtquelle, die nicht direkt scheint, eine traumartige Sequenz nach. Die Moderne wird mit Bezügen zur Kunstgeschichte, wie der Hommage an A. Böcklin in dem Bild „Ikarus“ oder auch in Bildern aus der WunderdichLicht- Serie hinterfragt mit traditionellen Mustern oder auch unserer Abhängigkeit vom Öl, mittels nächtlicher Tankstellen die sich wie Tempel inszenieren. Poetische Fragmente erschaffen sich in ihrer Malerei eine Komposition, die Seherlebnisse zu Gedankenausflügen begleiten. So kann auch die Skyline in ihrer Stadt sie verführen, mit einer artistisch anmutetenden Figur nach der Macht zu greifen. Gesellschaftliche Fragen und Beobachtungen, mit dem Blick einer Malerin, werden in sensible Blickwinkel überführt und zeigen auf, wie sich Resilienzen ihren Akzeptanzbereich erobern: Transgender Protagonisten werden so, scherenschnittartig, wie gedruckt, in eine unpersönliche Stellung gebracht. Nandu nennt ihre künstlerische Arbeit Klangschöpfung. Dabei ist es ihr wichtig, Poesie mit Farbe und Form zu einem, wie sie sagt, „Fresh-Pop“ zu vereinen und so einen neuen futuristischen Klangbild der Welt zu entwickeln.

Kunstforum Mainturm
Dr.-Georg-von-Opel-Anlage 2
65439 Flörsheim am Main
www.biennaleammain.de
Donnerstag von 18 bis 22 Uhr
sowie
Samstag, Sonntag und Feiertags von 12 bis 18 Uhr geöffnet

Ausstellung: Biennale am Main 2026

Nandu Kriesche (rechts) mit Michelle Concepcion